Protokolle aus dem Schützenfestjahr 1967

 

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Wilhelm Jasper und Magdalena Risse

 

Geschrieben vom Schriftführer des Schützenvereins Wilhelm Meerkamp

aufgearbeitet von Dirk Jasper


Generalversammlung am 7. Januar 1967

 

Zur heutigen Versammlung war durch eine Zeitungsnotiz und durch mündliche Bestellung eingeladen worden. Major Brinkmann konnte zu der um 20.00 Uhr eröffneten Versammlung rund 50 Schützenkameraden begrüßen.

Der Major gab zunächst die Tagesordnung bekannt. Sodann begrüßte er alle Kameraden, besonders aber unsere Majestät, König Heinrich. Ebenso gedachte die Versammlung der beiden verstorbenen Kameraden, des ältesten Mitglieds Karl Frentrop und des Kameraden und früheren Königs Friedrich Bals aus Soest.

Die Versammlung nahm Kenntnis vom Tode unseres Kameraden Otto Vogt. Die Kameraden wurden um rege Beteiligung bei der Bestattung gebeten.

In einem Rückblick auf das vergangene Jahr erinnerte Major Brinkmann an das so prächtig verlaufene Schützenfest, das Auftreten des Vereins anlässlich des Kreisschützenfestes und die wie immer zahlreiche Beteiligung der Kameraden beim Volkstrauertag. Der Dank galt dem Königspaar, nicht minder aber auch der Gattin des Königs und überhaupt dem mustergültigen Verhalten aller Kameraden.

Die vom Kameraden Meerkamp verlesene Niederschrift wurde gebilligt. Der Kassierer gab der Versammlung einen Überblick über die Kassenlage.

Zwei Vorstandswahlen standen satzungsgemäß an. Durch Zuruf wurden die Kameraden Leutnant Dietrich Rocholl und Leutnant Friedrich-Wilhelm Becker einstimmig wiedergewählt. Beide nahmen die Wahl an.

Bei der Neuwahl von Kassenprüfern wurden zwei Vorschläge gemacht:

a) Wiederwahl der Kameraden Karl Hagen und Heinrich Brinkmann
b) Neuwahl: Vorschlag für Wahl der Kameraden Eckhard Klemke, Wilhelm Jasper und Manfred Neumann.

Der Vorschlag zu a) fand die einstimmige Zustimmung der Versammlung. Beide Kameraden nahmen die Wiederwahl an.

Major Heinrich Brinkmann bat darum, zu seiner Unterstützung einen Hauptmann zu wählen. Die Versammlung konnte sich dieser Bitte nicht anschließen und beschloss Zurückstellung für ein Jahr.
Festangelegenheiten:

  • Die vereinseigenen Holzgewehre werden bis zum Schützenfest fertiggestellt.
  • Die musikalische Ausgestaltung liegt in den Händen der Kapelle Schmidt (Rehse) Soest. Aufschlag für 1967 beträgt 30 DM. Endgültiger Preis 1.330 DM.
  • Das Trommlerkorps Borgeln spielt unter alten Bedingungen = 100 DM
  • Die Schenke wurde unserem Festwirt Twittmann zu den selben Bedingungen wie im Vorjahre zugeschlagen.

Der Beitrag wurde für das Jahr 1967 auf den Vorjahressatz in Höhe von 8 DM festgesetzt.

Bezüglich des Preisschießens wurde der Beschluss gefasst, es auch in diesem Jahre zu veranstalten und es mit einer Austragung der Vereinsmeisterschaft zu verbinden.

Unter dem Punkte „Verschiedenes“ stand die Möglichkeit der Anlage eine Überdachung am Hause Twittmann zur Debatte. Kamerad Twittmann trug eine brauchbare Lösung vor, die es dem Verein ermöglicht, die Zeltkosten beträchtlich zu senken. Auf Vorschlag des Kameraden Heinrich Bücker, sen., beschloss die Versammlung wegen der Kürze der bis zum Fest zur Verfügung stehenden Zeit nichts übers Knie zu brechen.

Eine ganze Reihe von Kameraden konnten während der Versammlung neu in den Verein aufgenommen werden und zwar die Kameraden

  • Arnold Luig, jun.
  • Reinhard Bauer
  • Heinz Vogelpohl
  • Wolfgang Bauer
  • Hans Dieter Ewald
  • Heinz Jühe
  • Petrawitz (Gastwirt Cafe Möhrchen)
  • Rudi Wegner
  • Norbert Remmert

Der Major dankte dem Kameraden Albert Müller für die Erstellung des neuen Ordenschrankes. Er bat weiterhin um rege Beteiligung beim Winterfest, das in diesem Jahre von der Freiwilligen Feuerwehr ausgerichtet wird. Desgleichen bat er, die Bestrebungen zur Dorfverschönerung nachhaltig zu unterstützen.
Bei einem Fass Freibier, gestiftet aus der Vereinskasse, blieben die Kameraden noch lange in froher Runde vereint.

Wenige Tage nach der Generalversammlung geleitete eine große Trauergemeinde unseren verstorbenen Kameraden Otto Vock zu Grabe. Der Major fand Worte ehrenden Gedenkens für einen Mann, der in fast 50 jähriger Mitgliedschaft dem Verein in Treue gedient hatte.
Ebenso nahm eine Abordnung des Vereins teil an der Bestattung des Oberkreisdirektor Freiherr von Wintzingergerode, der in der Zeit seines amtlichen Wirkens das Schützenwesen des Kreises Soest nachhaltig unterstützt und nach besten Kräften gefördert hatte.

Im Februar feiere Kamerad Wilhelm Dulleck (Verwandtschaft von Familie Latz, heute Hess) die Vollendung seines 70. Lebensjahres. Eine Abordnung des Vereins sprach dem treuen Jubilar, der sich seit Jahrzehnten unserem Dorf und unserem Verein verbunden weiß, die herzlichsten Glückwünsche aus.
Freudige Grüße konnte der Verein unserem Kameraden und ehemaligen König Klaus Hinnerks zu seiner Verlobung mit Fräulein Wilms, Ruploh, übermitteln.
In gleicher Herrlichkeit wurde unserer langjährigen Vereinswirtin, Frau Sophia Twittmann, anlässlich der Vollendung ihres 80. Lebensjahres gedacht.

Das durchgeführte Preisschießen erbrachte einen guten Erfolg, der auch finanziell entsprechend sichtbar wird. Als besonders erfreulich ist festzustellen, dass alle Preise von Kameraden unseres Vereins errungen wurden. Es erreichten

 1. Platz Franz-Josef Neise              30 Ringe
 2. Platz Karl-Heinz Fröleke             29 Ringe
 3. Platz Friedrich-Wilhelm Becker    29 Ringe
 4. Platz Heinrich Lammert              29 Ringe
 5. Platz Dirk Hinnerks                    29 Ringe
 6. Platz Helmut Twittmann             29 Ringe

Dass unsere Damen den Männern wenig nachstehen, ergibt sich aus den Ergebnissen des Damenschießens. Es erreichten

 1. Platz Isolde Twittmann              29 Ringe
 2. Platz Margot Hentis                   27 Ringe
 3. Platz Erika Becker                     27 Ringe
 4. Platz Marianne Wiemer              27 Ringe
 5. Platz Monika Neise                    27 Ringe
 6. Platz Ilse Kuptz                        26 Ringe
 6. Platz Herti Loer                        26 Ringe
 6. Platz Luise Scholz                     26 Ringe
 6. Platz Erika Neppel                    26 Ringe

Die mit sportlichem Elan durchgeführte Vereinsmeisterschaft zeigte folgendes Ergebnis:
 1. Vereinsmeister Dirk Hinnerks                  87 Ringe
 2. Vereinsmeister Helmut Twittmann           85 Ringe
 3. Vereinsmeister Friedrich-Wilhelm Becker  84 Ringe

Altersklasse:
 1. Vereinsmeister Major Heinrich Brinkmann 94 Ringe
 2. Vereinsmeister Fritz Jasper                      87 Ringe
 3. Vereinsmeister Karl Potthast                    86 Ringe

Es muss in diesem Zusammenhang anerkennend vermerkt werden, dass eine ganze Reihe von Damen und Herren die jeweils an den einzelnen Schießtagen ausgeschossenen Tagespreise stifteten.

Die Schützengemeinschaft des Kreises Soest beschloss auf ihrer letzten Versammlung die Durchführung eines Pokalschießens, das vom Verein Brandenburger Tor ausgerichtet wird. Seitens des Schützenvereins Hattrop wurden zwei Mannschaften zur Teilnahme gemeldet.

Zur Teilnahme zum Besuch des Festes unseres Nachbarvereins Schwefe wurden die Kameraden eingeladen. Die Kasse des vere4ins wurde am 19. Mai 1967 durch die gewählten Kassenprüfer geprüft.
Zur heutigen Versammlung erfolgte die schriftliche Einladung unter Angabe der vorgesehenen Tagesordnung.

Vorgelesen                        Genehmigt                      Unterschrieben

 Meerkamp


Versammlung vor dem Fest am 20. Mai 1967

 

Um 20 Uhr begrüßte Major Heinrich Brinkmann die zahlreich erschienen Kameraden. Er dankte König Heinrich Jasper für das milde Regiment. Die Versammlung gedachte ehrend des verstorbenen Kameraden Otto Vock.

Die Tagesordnungspunkte wurden schnell abgewickelt. Die Niederschrift fand die Billigung des Vereins, desgleichen die Rechnungslegung mit dem Bericht der Kassenprüfer.

Die Festvorbereitungen werden wie bisher abgewickelt, die weiteren Neuaufnahmen wurden bestätigt. Ein Fass Freibier, gestiftet von unserem König Heinrich Jasper mundeten den Kameraden prächtig.

Vorgelesen                        Genehmigt                      Unterschrieben

 Meerkamp


Schützenfest 1967

vom 2. - 4. Juni 1967

 

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Königspaar 1967:  Wilhelm Jasper und Magdalena Risse
Hofstaat: Karl und Irmgard Hagen
  Willi und Herti Loer
  Heinz und Hilde Jasper
  Ernst Risse und Elfriede Jasper
Königsoffiziere: Anton Brinkmann
  Gerd Bierbrod

 

Festlich hatten flinke Hände das Dorf geschmückt und froh gestimmt war die schmucke Schützenschar, die erstmals am Samstagnachmittag die blanken eigenen Gewehre des Vereins schultern konnte. Major Heinrich Brinkmann gedachte besonders der drei erkrankten Kameraden. Dietrich Bierbrod, Wilhelm Hengst und Günter Kuptz, die in einem Telegrammgruß dem Verein ein gutes Festgelingen gewünscht hatten. Eine Abordnung überbrachte ihnen im Krankenhaus die Grüße des Vereins. Beim König Willi Jasper herrschte herrliches Wetter, nicht minder am nächsten Tage bei der Königin. Major Brinkmann gedachte nach der prächtigen Bewirtung auch des ältesten Vereinskameraden Wilhelm Jasper, der mit seiner Ehefrau diesen besonderen Ehrentag des Sohnes erleben konnte. Hilfspolizist Heinrich Brinker geleitete sodann den Zug sicher zum Hofe des Majors, wo eine Steh-Bier-Pause den Kameraden Hilfe und Stärkung gab. Den Dank des Vereins an den Vereinsführer, der Gattin und das gesamte Haus Brinkmann überbrachte mit warmen Worten der amtierende Adjudant Didi Rocholl. Kein Hattroper Schützenfest ohne Besonderheiten, so auch in diesem Jahre. Gerade zum richtigen Augenblick, der Beton sicher mit hochprozentigem Bördewasser gemischt, war die neue Brücke an der Neuen Mühle fertig geworden. Was lag näher, als sie an diesem Tag der Bestimmung zu übergeben. Bürgermeister-König Jasper wünschte der Brücke eine friedvolle Zeit und bot dann um Freigabe. Dies geschah dann nach einladenden Worten durch Frau Luise Scholz, die die Brücke nach Zerschlagen einer Sektflasche auf den Namen „Luisenbrücke“ taufte. Möchte sie unter diesem Namen ach weiter so bezeichnet werden. Was lag ferner, als dass sich die Schützen nach diesem Staatsakt auf dem Hofe Scholz-Hagemann entsprechend stärkten, wofür unser Major von Herzen dankte.

Auf dem Festplatz wurden die Kameraden Willi Rinke und Dietrich Schulze mit dem Orden für 40 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Die Sieger der Vereinsmeisterschaft wurden mit Schießschnüren und Urkunden bedacht, und zwar in der allgemeinen Klasse die Kameraden, Dirk Hinnerks, Helmut Twittmann und Friedrich-Wilhelm Becker, in der Altersklasse die Kameraden Major Heinrich Brinkmann, Fritz Jasper und Karl Potthast. Leutnant Friedrich-Wilhelm Becker wurde in Anerkennung seines langjährigen Vorstandswirkens zum, Oberleutnant befördert. Gefreiter Albert Müller wurde wegen seines stets unermüdlichen helfenden Wirkens zum Unteroffizier ernannt.

Knüppelkönigin wurde Frau Helga Brinkmann, die sich Kamerad Bernhard Hagen zum Knüppelkönig wählte. Sie erhielt die vom Hause Risse gestiftete Torte. Bei gutem Besuch, denn der abendliche Regen nur ein wenig Abbruch tun konnte, nahm der erste Festtag einen wirklich harmonischen Verlauf.

Prächtig zeigte sich wieder der Himmel, als am Sonntag eine wiederum stattliche Schützenschar zum Hofe der Königin Magdalene Risse marschierte und im Rund des Parkgartens bewirtet wurde. Wie am Vortage waren auch hier die Späher am Werk, um das, was nicht niet- und nagelfest war, dem festen Zugriff zu entziehen. Ihr Bemühen war aber, dank der Wachsamkeit der Schützen, nur von geringem Erfolg gekrönt. In seinem Dank schloss Major Brinkmann die ganze Familie Risse, die verstorbenen Schwiegereltern der Königin und deren Eltern, das Ehepaar Schenkel, mit ein. Nach dem Umzug durch das engere Dorf erwartete sodann vor dem Festplatz eine vielhundertköpfige Besucherschar den Festzug, um das prächtige Schaubild einer wirklich gelungenen Parade zu erleben. Auf dem Festzelt dankte Major Brinkmann noch einmal der gesamten Bevölkerung, den Majestäten, den treuen Fahrern und nicht zuletzt allen Kameraden für das mustergültige Verhalten während des bisherigen Festverlaufs. Er wünschte auch für den letzten Tag die gleiche Harmonie und Geschlossenheit.

Der Festredner wies in kurzen Worten auf die Tatsache hin, dass der Bürgermeister vom alten Schulzenhof sich die Frau seines Stellvertreters vom neuen Schulzenhof geholt habe. Er wies auf die Möglichkeit hin, dass es im Rahmen der Gemeindeordnung vielleicht das letzte Mal sei, dass der Bürgermeister Hattrops den Vogel abschösse und bat ernst und dringend darum, Liebe, Treue und Einsatzfreudigkeit auch weiterhin dem Dorfe zu bezeugen und diese Eigenschaften auch dem getrennten Vaterlande nicht zu verzagen. Das gemeinsam gesungene Deutschlandlied beendete den offiziellen Teil.

Knüppelkönigin am Sonntag wurde Frau Stemann, Rottlinde, Knüppelkönig Herr Mersmann, Einecker Vöhde.
Auch der Sonntagabend sah einen recht guten Besuch, und weit bis in die Nacht hinein wurde nach den Klängen der unermüdlich aufspielenden Kapelle Rhese das Tanzbein geschwungen.

Eine vielköpfige Schar unermüdlicher Helfer sorgte am Montag für einen raschen Zeltabbau, und als am Montagabend Bänke und Tische wieder eingeräumt waren, hatte ein Fest sein Ende gefunden, das wahrlich eines guten Platzes im Reigen unserer Schützenfeste gewiss sein kann.

Kamerad Wilhelm Vogelsänger vollendete sein 75. Lebensjahr. Kamerad Fritz Remmert sein 70. Lebensjahr, Kamerad Gerd Bake vermählte sich mit Fräulein Büscher aus Paradiese. Kamerad Samuel Bussmann und seine Gattin feierten ihre Silberhochzeit. Den Jubilaren wurden Grüße und Glückwünsche übermittelt.

Bei recht guter Beteiligung wirkten die Kameraden in zwei Einsätzen zur Dorfverschönerung mit. Der Vorstand des Vereins trat zu einer Sitzung am vergangenen Montag zusammen. Es wurden die Rechnungslage und der Ablauf des Kinder-Schützenfestes besprochen. In Verbindung mit einer Sammlung für das Kinder-Schützenfest wurde zur heutigen Rechnungslage eingeladen.

Unterschrieben Heinz Brinkmann

Vorstehende Seiten wurden nach Aufzeichnungen des früheren Schriftführers Willi Meerkamp nachgetragen durch Heinz Brinkmann.

 


Rechnungslage und Kinderschützenfest 1967

am 08. Juli 1967

Schützenfest 1967 KinderkönigspaarSchützenfest 1967 Kinderkönigspaar

Von links nach rechts:

1966 Königsoffizier Wilfried Kuptz mit Königspaar Ute Twittmann und Andreas Romberg

1967 Königspaar Ulla Küchenhof und Dirk Jasper mit Königsoffizier Heinz-Werner scholz

 

Einer Einladung des Vorstandes folgend, war zur Einladung gleichzeitig eine Bitte um finanzielle Unterstützung bei der Abwicklung des Kinderschützenfestes ergangen. Dieser Bitte war in unerwarteter Weise Rechnung getragen worden, so dass es möglich wurde, die Kinder an ihrem Ehrentage, der leider nicht frei von unangenehmen Witterungseinwirkungen war, in jeder Weise zufriedenzustellen. Denn unter den jungen Schützen sollte es schwer fallen, einem so prächtigen Königspaare, wie es König Dirk Jasper mit seiner Majestätin Ursula Küchenhoff darstellten, im Festzuge zu folgen. Nach gelungenem Parademarsch, ein wenig unterstützt und mitgestaltet von gewichtigen Kameraden des Schützenvereins, dankte Hauptmann Werner Loer dem Dorf und der Feldmark für die großherzige Unterstützung und wünschte den Majestäten ein mildes Regiment.

 


Rechnungslage und Kinderschützenfest 1967

am 08. Juli 1967

 

Kaum hatte sich der Saal für ½ Stunde geleert und war von flinken Händen für eine weitere Veranstaltung vorbereitet worden, trafen die ersten Kameraden zur Rechnungslage ein. Bei anfangs geringem Besuch, der aber recht bald zahlreicher wurde, konnte Major Heinrich Brinkmann um 20:02 Uhr die Versammlung eröffnen. Sein Gruß galt besonders Ihrer Majestät König Wilhelm und unserem Ehrenkommandeur. In einem kurzen Rückblick verwies der Major auf den trotz unsicheren Wetters guten Verlauf des Festes, stellte besonders die gute Harmonie am Königstisch heraus, dankte noch einmal Majestät König Wilhelm für seinen Einsatz und bat ihn, diesen Dank auch an die Majestätin und dem gesamten Hofstaat weiterzugeben. Der Vereinsführer gab sodann davon Kenntnis, dass die Kassenprüfung wegen Fehlens eines Kassenprüfers nachgeholt und dem Verein in der kommenden Versammlung der Bericht gegeben würde. Die Versammlung erhob gegen die vorgeschlagene Regelung keine Bedenken.

Die vom Kameraden Meerkamp verlesene Niederschrift wurde bis auf eine Beanstandung gebilligt. Dem Verfasser wurde aufgetragen, auch den Namen des Festredners einzufügen. Das geschieht hiermit durch die Feststellung, dass der Protokollant auch der Festredner am Schützenfest Sonntag war.

Der Kassenbericht spiegelte, trotz der ersichtlichen Belastung einen guten festverlauf wider.
Die weitere Tagesordnung wurde auch im Hinblick auf das baldige Erscheinen der Damen, zügig und harmonisch abgewickelt. Der Major dankte noch einmal allen Kameraden für treue Mitwirkung, insbesondere auch den Fahrern.

Unter dem Beifall der Versammlung wurde die Aufnahme Heinz Planges in den Schützenverein bestätigt. Es wurde weiterhin angeregt, dem Ex-König jeweils beim Fest als Zeichen seiner Würde eine Schärpe zu belassen. Die Kameraden wurden gebeten, am Fest des Schützenvereins Hattropholsen-Dörmen rege teilzunehmen. Eine besondere Einladung ergeht nicht.

Unser Bürgermeister-König wies auf die letzten Arbeiten zur Dorfverschönerung hin und bat die Kameraden um eine rege Beteiligung bei der abschließenden Verfeinerungs-Dorfkosmetik.

Unter dem Punkte Verschiedenes wies Kamerad Leutnant Anton Brinkmann auf den Zustand der Fahne hin. Es wurden in der Aussprache verschiedene Möglichkeiten der Erneuerung oder gar der Neuanschaffung bis zur Eigenanfertigung hin erörtert.

Aus dem verbliebenen Holz sollen weitere Gewehre angeschafft werden.

Der inzwischen erschienenen Kapelle, gestellt vom Kapellmeister Twittenhoff, galt der Gruß unseres Majors. Das Fass Freibier, gestiftet von der Vereinswirtin Isolde mundete vortrefflich, nicht minder die Schnapsrunde gestiftet vom Oberleutnant Friedrich-Wilhelm Becker aus Anlass seiner Beförderung.

Man blieb noch lange vergnügt beieinander, noch hier weiter ins einzelne zu gehen, ist nicht die Pflicht des Chronisten.


Rückblick auf die Zeit vom 08.07.67 bis zum Jahresende 1967

 

Eine recht stattliche Zahl von Besuchern nahm in treuer Verbundenheit am Fest des Schützenvereins Hattropholsen-Dörmen teil. In ebenso starker und selbstverständlicher Geschlossenheit folgte der Verein dem Rufe der Gemeinde zur Teilnahme an der Feier am Ehrenmal anläßlich dees Volkstrauertages bei dem Herr Pastor Dr. Peddinghaus die Gedenkrede hielt. Wenn wir auch dankbar vermerken dürfen, dass in dem Berichtszeitraum kein Kamerad aus unseren Reihen abgerufen wurde, so blieben doch die Familien einer Reihe von Kameraden nicht von Leid und Not verschont. Der Schützenverein wusste sich den Kameraden die einer ihrer Lieben hergeben mussten, in tiefempfundener Mittrauer verbunden.

Ganz herzlich konnte eine Vereinsabordnung eines der älteren Vereinsmitglieder, den Vater unseres Königs. Kamerad Wilhelm Jasper, sen. Zur Vollendung seines 80. Lebensjahres beglückwünschen, nicht minder herzlich zur Vollendung des 70. Lebensjahres den Kameraden Friedrich Remmert.

Das Ehepaar Raufeisen konnte auf 25 Jahre eines gemeinsamen Lebensweges zurückblicken.

Den Bund fürs Leben schlossen die Kameraden Baake und Norbert Brinker. Ihre Verlobung kündete
an die Kameraden Dirk Hinnerks und Anton Brinkmann. Der Verein übermittelte die herzlichen Glückwünsche dem Silberpaar, den jungen Eheleuten und denen, die es werden wollen.

Die Kameraden Dietrich Rocholl, sen. Und Meerkamp nahmen an 2 Sitzungen des Vorstandes der Schützengemeinschaft des Kreises Soest teil, in denen u.a. auch die Auseinandersetzungen zwischen dem Bürgerschützenverein und einer Gruppe junger Menschen zur Debatte standen. Die Schützengemeinschaft wird in ihrer nächsten Versammlung das Problem Tradition und modernen Zeit – Orden oder nicht – Vaterlandsliebe ein überlebter Begriff? Ausführlich behandeln.

Am 29. Dezember 1967 versammelte sich der Vorstand im Lokale Twittmann und besprach Fragen der Tagesordnung der heutigen Versammlung.

Zur heutigen Versammlung wurde durch eine Zeitungsnotiz und durch schriftliche Einladung, überbracht durch unseren Kameraden Wilhelm Lerm, eingeladen.

Gez. Meerkamp

 

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